T i e r h e i l p r a x i s   T h ö l k e s

Nesselfieber (Urtikaria)

Beim Autritt von Nesselfieber bilden sich Hautquaddeln, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Dies geschieht innerhalb von kürzester Zeit und zeigt sich meist im vorderen Körperbereich wie Hals, Schulter, seitlicher Brust und kann sich über den gesamten Rumpf erstrecken. Die Quaddeln sind unterschiedlich groß, meist aber deutlich seh- und auch tastbar. Eine besondere Form des Nesselfiebers ist das "Streifen-Nesselfieber". Hier verlaufen an Brust und Bauch mehrere Kugelschreiberdicke Streifen, die mit Quaddeln übersäht sind.

In der meist vorkommenden milden Verlaufsform sind die Quaddeln selbst nicht schmerzhaft und auch selten mit Juckreiz verbunden.

Nur wenn das Nesselfieber überdurchschnittlich stark ist, leiden die Tiere unter starkem Juckreiz. Dies ist auch meist mit erhöhter Körpertemparatur verbunden und die Tiere sind matt bis apathisch.

Die Symptome und der Schweregrad des Nesselfieberschubes hängt von der Ursache ab. Hier kommen Futtermittelallergien, Kontaktallergien in Frage.

Das Tier sollte umgehend behandelt werden. Homöopathische Mittel haben hier schon gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt und reichen meist schon aus um die Symptome zu mildern. Eine Beobachtung des Tieres über die nächsten Stunden bis zum Abklingen der Symptome ist erforderlich.

 

 

Bilder zu Nesselfieber (Internet)

 

 

 

Aktueller Fall:

Erkrankung "Dolly": Nesselfieberschub mittleren Grades nach toxischer Belastung Futter

Das Pferd wurde morgens bei normalem Rundgang mit akuten Nesselfieberschub vorgefunden.

Pferd zeigte eine massiv erhöhte Atemfrequenz, die Körpertemparatur war deutlich erhöht bei 39,6 Grad Celsius, der Puls raste, körperlicher Zustand des Pferdes apathisch (teilnahmslos und Schockstarre). Kritischer Zustand und die Gefahr, dass das Tier kollabiert.

 

 

 

 

Dolly - nach erfolgreicher homöopathischer Behandlung - ca. 4 bis 6 Stunden nach dem akuten Nesselfieberschub

Pferd wurde mit homöopathischen Mitteln im Abstand von 10 Minuten und nach ca. 1 Stunde (Symptome gingen merkbar zurück) im Abstand von 20 Minuten, einer halben Stunde und 45 Minuten gegeben. Die Symptome fingen nach ca. 20 Minuten an milder zu wermden. Die erste Besserung der Symptome war auf der Hautoberfläche erkennbar. Anschließend beruhigte sich langsam auch die Atmung. Der Nasenausfluss ging zurück und das Pferd zeigte wieder Interesse an der Umwelt. Auch Urinieren und Abäpfeln fand statt. Nach ca. 3 Stunden hat das Pferd wieder gefressen und wurde auf die Weide "entlassen".

  

 

 

Im Nachgang hat sich herausgestellt, dass hier eine toxische Belastung des Pferdes der Auslöser war. Das Pferd hat abgemähte Unkräuter gefressen, da es diese im abgemähten und angetrockneten Zustand nicht mehr als giftig identifizieren konnte.

 

 

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