T i e r h e i l p r a x i s   T h ö l k e s

 

 

Therapie des Sommerekzems und anderer Allergien beim Pferd mittels einer Autonosode aus Eigenblut

 

 

 

Sommerekzem und Sommerallergien (Kurzbeschreibung):

Störungen des Immunsystems können eine Vielzahl von Erkrankungen hervorrufen, unter anderem Allergien. Allergien entstehen durch eine übersteigerte Reaktion des Immunsystems auf körperfremde Substanzen (Antigene), wie bspw. Pollen, Pilzsporen, Gift oder auch Speichel bestimmter Insekten.

Vom Grunde her ist jedes Pferd / jedes Lebewesen täglich einer Vielzahl von Allergenen ausgesetzt. Viele der Tiere können damit umgehen ohne Krankheitssymptome zu zeigen. Alle Tiere sind durch den ständigen Kontakt mit Allergenen auf diese sensibilisiert.

In der heutigen Zeit ist es allerdings vermehrt so, dass viele Tiere kein ausgeglichenes Immunsystem mehr haben. So wie bei den Menschen auch steigt die Anzahl der Allergiepatienten dramatisch.

Dies hat sicherlich viele Gründe (Haltungsbedingungen // vermehrte chemische Behandlung (Impfung, Wurmkuren, schnell und oft Antibiotika/Cortison etc.)// genetische Weitergabe der Immunschwäche// Überzüchtung// uvm) und können hier auch nicht pauschal für alle genannt und abschließend aufgezählt werden.

Fakt ist aber, dass bei allen Allergiepatienten das Immunsystem nicht mehr im erforderlichen Maße reagiert, sondern vielmehr eine wehemente Überreaktion auf viele Allergene zeigt, mit denen es sich täglich auseinandersetzen muss. Das Immunsystem schießt quasi „mit Kanonen auf Spatzen“.

Diese Überreaktion gilt es nun in einer geeigneten Art und Weise umzustimmen.

Zielorgane der Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp I sind beim Pferd die Atmungsorgane (Respiraktionstrakt) und die Haut (Chronische Bronchitis, Sommerekzem, u.a.).

 

Hier eine mögliche Therapie eines Pferdes bei Sommerekzem:

(die Therapie gilt als Beispiel und sollte nicht in Eigenregie vom Tierhalter durchgeführt werden – bitte immer einen Tierheilpraktiker oder einen Veterinär hinzuziehen, der sich mit dieser Art der Umstimmungstherapie auskennt)

 

Allgemeine Haltungsbedingungen, die zu beachten sind:

  • Eiweiß- und Getreidearme Ernährung /Mineralstoffversorgung gewährleisten /Rohstoff- und Vitalstoffreiche Ernährung (Blutcheck machen lassen)
  • Weidegang entweder frei wählbar (Offenstall), oder nur nachts und nach Sonnenuntergang bis vor Sonnenaufgang
  • Wiesen so oft es geht abäppeln, Wiesen nicht direkt am Mistplatz einrichten
  • Ekzemerdecke und Kopfschutz zum Schutz auflegen
  • Lotionen zum Abhalten der Fliegen (insofern zusätzlich erforderlich) auf die Decken schmieren

Blutuntersuchung sollte nach dem Fellwechsel erfolgen

Bei einer Blutuntersuchung kann festgestellt werden, ob und welche Mangelerscheinung (gerade im Hinblick auf die Spurenelemente vorliegen).

Mangelerscheinungen können Allergien begünstigen und sollten entsprechend ausgeglichen werden.

 

Präventive Behandlung (vor Ausbruch der saisonal bedingten Allergie)

Vor Beginn der Behandlung sollte der Schwerpunkt auf die Stärkung des Immunsystems gelegt werden. Ebenfalls ist eine Entgiftungs- / Entschlackungskur für das Tier zu empfehlen, um den Organismus von den abgelagerten Schlacken/Schadstoffen aus vorangegangenen Allergieschüben zu entlasten.

Beides kann durch die Zufütterung von GladiatorPlus (Pferd)  unterstützt werden.

 

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GladiatorPlus ist ein Ergänzungsfuttermittel auf pflanzlicher Basis und enthält keinerlei Arzneistoffe. Das hierin neben anderen Inhaltsstoffen verarbeitete Propolis und der Ginseng wirken immunstärkend. Die Artischocke und die Mariendistel bewirken eine langsame und schonende Entgiftung.

Alternativ hierzu könnte auch mittels homöopathischer Einzel- oder Komplexmittel eine Entgiftung/Entschlackung durchgeführt werden. Es sollte abgewartet werden, wie das Tier auf die Zufütterung von GladiatorPlus reagiert.

Auch kann mittels homöopathischen Mitteln präventiv gegen den bevorstehenden Schub des Sommerekzems mittels Sulfur Compositum Heel vorgegangen werden (im März täglich 1x10 Tabletten),

Molke kann ebenfalls präventiv eingesetzt werden können zur Darmstärkung.

Therapieempfehlung -präventiv-:

ü      Die Gabe von GladiatorPlus soll ab sofort in empfohlener 40-Tage-Intensivkur mit täglich 25ml über das Futter/oder Möhren erfolgen;

ü      nach der Intensivkur sollte GladiatorPlus 3 mal wöchentlich á 25ml auf Dauer erfolgen;

ü      Sulfur Compositum Heel: im März täglich 1x10 Tabletten

 

 

 

Symptomatische Behandlung (begleitende Behandlung bei Ausbruch der Allergie)

Die auftretenden Symptome (Juckreiz, eventuelle Atemnot, Hautauschläge, nässende Wunden, Mauke, etc.) werden begleitend zur Behandlung der Allergie als Ursache durch orale Gabe von homöopathischen Arzneimitteln und durch äußerliche Anwendung behandelt.

Die Behandlung wird zu gegebener Zeit abgesprochen nach Zustand des Tieres und Stärke der auftretenden Symptome

Therapiemöglichkeiten (beispielsweise):

Juckreiz:              orale Gabe von Apis, Staphisagria, Ledum o.ä.

subcutane Injektionen möglich in einer Kombination aus:

Engystol, Carduus Compositum , Coenzyme Compositum,

oder                      subcutane Injektionen von Dermisal und Alleosal in einem abgestimmten Verhältnis

 

Wunden durch Scheuern /eventuell aufgetretene Mauke (durch Immunschwäche):

Äußerliche Anwendung durch Traumeel Gel ad us. vet., selbst hergestellte Salben mit Stephanskraut und/oder Ringelblume, ICHTO VET Sommer/Fessel-Gel, Derfongen, Silberwasser/-creme o.ä.

Maukebehandlung und schlecht heilende und infizierte Wunden (durch Scheuern) können auch sehr gut durch Blutegel behandelt werden (u.a. schmerzstillend, juckreizstillend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd).

Darmreinigung: Milchsäurebakterien zur Darmpflege (z.B. Kanne Fermentgetreide).

 

Asthmatische Schübe:

Bei schlimmer Atemnot auch eine Behandlung mittels Inhalation mit FlexiNeb-Pferde-Inhalationsgerät möglich.

 

Schulmedizinische Behandlung:

In der Schulmedizin wird bei schlimmen Allergieschüben (Atemnot, Sommerekzem, u.a.) häufig Cortison eingesetzt. Cortison hat grundsätzlich den guten Effekt, dass die allergische Reaktion unmittelbar unterdrückt wird. Dies ist insoweit von Vorteil, da es dem Tier relativ schnell wesentlich besser geht, da es sich nicht mit den heftigen Symptomen einer Allergie auseinandersetzen muss.

ABER: Cortison kann so starke Nebenwirkungen haben, dass sogar ein Hufreheschub ausgelöst werden kann. Die Langzeitgabe von Cortison kann zum Beispiel auch Equines Cushing Symdrom hervorrufen.

 

 

 

Eine Behandlung mit Cortison (z.Bsp. Prednisolon) ist sicherlich manchmal angezeigt und manchmal bestimmt auch unumgänglich (so zum Beispiel bei Autoimmunerkrankungen), allerdings sollte dies immer sorgfältig abgewägt werden und von vielen Faktoren (Alter des Tieres, bereits bestehende andere Erkrankungen, etc.) abhängig gemacht werden. Die eigentliche Ursache - nämlich die Allergie selbst - kann durch Cortison nicht behandelt werden. Es werden lediglich die Symptome unterdrückt.

 

Behandlung der Allergie mit Autonosode

(Arzneimittel aus körpereigenem Material)

 

Formen der Eigenblutbehandlung:

*      Eigenblut wird unmittelbar reinjiziert

*      Eigenblut wird mit homöopathischen Mittel vermischt und reinjiziert

*      Eigenblut wird modifiziert, d.h. das Blut wird vor Ort durch ein spezielles Verdünnungs- und Verschüttelungsverfahren potenziert und wird als flüssiges Arzneimittel in verschiedenen Potenzwerten durch orale Gabe nach Therapieplan in einer Dauer von 3-4 Wochen verabreicht

*      Eigenblut wird im Labor zur Autonosode aufgearbeitet und als Globuli oder Tropfen in verschiedenen Potenzwerten hergestellt und ebenfalls durch orale Gabe nach Therapieplan in einer Dauer von 3-4 Wochen verabreicht

Das Wirkprinzip der Eigenblutbehandlung ist immer gleich – unabhängig von der verabreichten Form. Es handelt sich um eine Reiztherapie, mit der Überreaktionen des Immunsystems behandelt werden können. Die Behandlung führt im Organismus zu einer Veränderung der Reaktionslage. Dies führt zu einer Zunahme der Immunkörper/Antikörper im Blut. Es kommt zu einer Resistenzsteigerung, somit zu einer Anhebung der allgemeinen Abwehrlage und somit zu einer Steigerung der Selbstheilungskräfte). Dies wird als  Hyposensibilisierung (auch Allergieimpfung oder Spezifische Immuntherapie) bezeichnet.

 

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Hyposensibilisierung die einzige kausale Therapie bei Allergien, bei der also die Ursache der Allergie, die Überreaktion des Immunsystems, behandelt wird. Durch die steigende Gabe von Allergenen soll es zu einer Gewöhnung an das Allergen kommen, um so die überschießende Reaktion des Immunsystems auf das Allergen zu verhindern. Ein Erfolg der Therapie ist an der Verringerung der Beschwerden zu erkennen, im besten Fall treten diese gar nicht mehr auf.

Die Form der Eigenblutbehandlung wird immer angepasst an den Zustand des zu behandelnden Tieres und der Intensität der allergischen Reaktion/-en.

Wenn eine Eigenblutbehandlung ohne den erwünschten Erfolg durchgeführt wird, sollte die nächste Stufe – also ein stärkerer Reiz - der Eigenblutbehandlung durchgeführt werden.

Der ausbleibende „Erfolg“ bzgl. der gewünschten und erhofften Reaktion heißt nicht, dass die Behandlung falsch oder „umsonst“ war, da der Körper sich mit den ihm zugefügten Stoffen (Antigenen - hier im zurückinjiziertem Blut enthalten) auseinandersetzen musste. Ein vollständiges Abklingen der allergischen Reaktionen bedarf es allerdings oft mehrere Therapieintervalle. Dies ist insbesondere bei besonders intensiv auftretenden und chronischen Allergien der Fall.

(Antigene sind Stoffe, die im Körper  eine Immunreaktion hervorrufen // Antikörper sind körpereigene Stoffe, die Antigene binden und inaktivieren)

 

Therapieempfehlung –Behandlung der Allergie-:

 

Sobald im Sommer die allergischen Reaktionen auftreten, sollte unmittelbar Blut entnommen und im modifiziertes/potenziertes Eigenblut gefertigt werden.

Das Blut wird vor Ort / in der Tierheilpraxis weiterverarbeitet zu unterschiedlichen Potenzen mittels ISF-Kit der Firma Mentop.

Das weitere Verfahren zur Gabe der jeweiligen Potenz des Eigenblutes und der Häufigkeit wird dann zu gegebener Zeit noch abgestimmt.

Das Tier muss in dieser Zeit zwingend intensiv beobachtet werden und therapeutisch (Tierheilpraktiker oder Tierarzt) begleitet werden! Je nach Reaktion auf die Gabe des potenzierten Eigenblutes muss die Potenzstärke und die Häufigkeit kurzfristig geändert und angepasst werden.

Vorteil der Herstellung von potenziertem Eigenblut ist die kurze Herstellungsdauer. Der Tierhalter hat die Arznei sofort zu seiner Verfügung und die Behandlung kann unmittelbar beginnen.

Die Reaktion auf die Arznei sollte abgewartet werden.

 

Weitere Möglichkeit zur Behandlung:

Sollte die Behandlung hiermit nicht ausreichend sein, sollte die Herstellung einer Autonosode aus Eigenblut in die Wege geleitet werden.

 

Dem Tier wird Blut abgenommen und dieses wird im Labor (Vetscreen/Mentop) nach Wunsch eine Autonosode in Globuli oder Tropfenform hergestellt. Das Herstellungsverfahren dauert 10-20 Tage und die Arznei wird an eine Apotheke geliefert und kann dort entgegengenommen werden. Dies regelt alles die Tierheilpraxis.

Ebenso wie bei der Behandlung mit potenziertem Eigenblut muss das Tier während der Behandlung gut betreut werden und die auftretenden Reaktionen beobachtet werden.

 

 

 

 

 

Kosten: (hier handelt es sich nur um eine grobe Orientierung - die Kosten können je nach Einkauf etwas variieren!)

*      Gladiator Plus: 90 Euro für ca. 100 Tage/ tgl. ca. 0,90 - 1 Euro;

*      Sulfur Compositum Heel: 300 Tabletten             für März 2014 ca. 30 Euro

*      Globuli Apis, Staphisagria, Ledum o.a.: je 7-10 Euro

*      Engystol, Carduus Compositum, Coenzyme Compositum gesamt ca. 20 Euro/Woche

*      ICHTO-VET Sommergel/Fesselgel: ca.: 30-37 Euro

*      Traumeel-Gel ad us. vet.: ca. 9 Euro (50gr)

*      Blutegelbehandlung: 55 Euro zzgl. Kosten der Blutegel (Gesamt dann ca. 70 Euro /Behandlung)

*      Modifiziertes Eigenblut mittels ISF-Kit: Gesamt 70 Euro

o       Blutentnahme: 25 Euro

o       Herstellung des modifiziertem Eigenblut durch die Tierheilpraxis Thölkes: 45 Euro

*      Herstellung einer Autonosode im Labor: Gesamt

o       Blutentnahme (incl. Abwicklung des Bestellverfahren): 25 Euro

o       Herstellungskosten der Autonosode durch das Labor: Globuli /Dilution ca. 190 Euro

o       Apothekenkosten für die Entgegennahme des Arzneimittels: 6-10 Euro

 

 

 

 

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